Archiv für Oktober 2008|Monatliche Archivseite
Das Ende …
… der illegalen Musik-Tauschbörsen im Internet könnte direkt bevorstehen – ich habe gerade auf WDR2 zum x-ten Mal eine (unfreiwillig?) selten dämliche Adaption des genialen Police-Hits „Every Breath You Take“ gehört. Wenn die so arg gebeutelte Musikindustrie einfach dazu überginge, nur noch solche gewaltigen Peinlichkeiten wie „I’ll Be Missing You“ von Puff Daddy / Faith Evans zu produzieren, hätte sich das Problem illegaler Downloads wohl binnen kürzester Zeit erledigt …
… ruf doch mal an!
17 Millionen Telekom-Nummern entwendet, unter den Betroffenen Günther Jauch, Hape Kerkeling und (wahrscheinlich auch) ich, weil, jeder zweite T-Mobile Kunde war vor zwei Jahren betroffen, und damals hatte ich doch immerhin zwei Karten dieser Klasse-Gesellschaft …
Monopol!
Hilflos dem Monopol ausgeliefert - vorhin, unserer dörflichen Post. Zwei von drei Schaltern sind besetzt von jeweils einer postalischen Fachkraft, die Reihen vor den Schaltern bestehen aus jeweils fünf Postkunden, darunter ich. Nachdem ich kurze Zeit auf Position 2 an Schalter 1 verbracht habe stelle ich fest, dass die junge Kundin vor mir fest entschlossen scheint ein Postbankkonto zu eröffnen – da das offenbar mit unerwarteten Schwierigkeiten verbunden ist, schleiche ich mich von hinten an das Reihenende von Schalter 3; als ich auf Position 3 vorgerückt bin, tritt eine unerwartete Verzögerung auf: die beiden Kunden vor mir geben natürlich Pakete auf zu denen sie natürlich die Paketkarten erst dann ausfüllen, als der jeweilige Vordermann abgetreten ist (klar, man ist ja diskret). Dennoch, während an Schalter 1 noch immer die Kontoeröffnung zelebriert wird gerate ich in die glückliche Lage meine Kundenwünsche vortragen zu können. Die drei hinter mir Stehenden atmen hörbar auf als ich lediglich je zehn Briefmarken (heißen, glaub’ ich, heute „Postwertzeichen“ oder so ähnlich) zu 55 und 90 Cent ordere. „Die 55er können Sie hier haben, 90er hab’ ich nicht genug, aber die kriegen Sie an Schalter 1.“ Mein Hinweis auf meine Wartezeit an Schalter 3 und die Tatsache, dass an Schalter 1 mittlerweile sechs Kunden auf den erfolgreichen Abschluss einer Postbankkontoeröffnung warten bewirkt keine außerordentliche Serviceleistung der postalischen Fachkraft – sie könne da jetzt ja nicht stören.
Abgesehen davon, dass ich mir meine Briefmarken jetzt irgendwo in der postalischen Nische eines Blumenladens besorgen muss bleibt eine Frage: Was, bitte, bewegt Menschen, angesichts dieser Serviceleistungen und der damit vebundenen unabsehbaren Wartezeiten ein Postbankkonto zu eröffnen???
Kommentar schreiben
Kommentar schreiben
Kommentar schreiben