Archiv für Oktober 2009|Monatliche Archivseite

Unvergleichlich!

Heute Abend so gegen 21.00 Uhr dürften die ersten PDA-Freaks das/den Palm Pré genau eine Woche besitzen – wenn sie ihn denn noch nicht wieder verkauft (bekommen) haben.

Wenn man die rund 1600 (!) Forenbeiträge der vergangenen 4 (!) Tage bei nexave.de überfliegt könnte man zu der Erkenntnis gelangen, dass sich da bei den Frühkäufern wohl einiges an Enttäuschung und Frust breit gemacht hat:

- Verarbeitungsqualität (große Toleranzschwankungen an den Slidern, mehrfach Pixelfehler)
- Akkulaufzeit (verschiedene, teilweise defekte(?) Akkus verbaut) - Abhilfe eines Users: „Alles ausschalten!“
- zu kleiner Speicher (derzeit nur 256 MB für Programme reserviert)
- ständige Internetverbindung, derzeit kaum abschaltbar, keine Datenvolumenanzeige
- keine virtuelle Tastatur, damit Tastatureingaben nur im Portrait-Modus
- zwar „Multitasking“, dafür aber „schnarchlahm“
- offensichtlich reihenweise fehlerhafte Ladegeräte ausgeliefert („Dauer-DingDong“)

Vehement beschwören jetzt die Besitzer der Geräte, dass ein Vergleich mit dem iPhone nicht fair sei, da dieses ja preislich „in einer anderen Liga“ spiele - Recht haben sie, das iPhone ist leider erheblich teurer; aber einige dieser „Lautschreiber“ sollten sich einfach mal daran erinnern, dass unter anderen sie es waren, die seit acht Monaten vom „iPhone-Killer“ Pré gepostet haben …

Campino …

Klar, Sänger, Tote Hosen.

Nee, Fruchtbonbon. Kam in meiner Jugend auf, und war ‘ne Sensation, weil, das kam sogar im Werbefernsehen („gegossen, nicht gepresst“ – Jahre später hieß das dann „geschüttelt, nicht gerührt“, aber das war dann ein anderer Zusammenhang).

Also, dieses gegossene und nicht gepresste Fruchtbonbon war genial – man kriegte als Kind keinen wunden Gaumen und keine wunde Zunge mehr, weil, da hatte es halt keine scharfen Kanten am Bömsken, und unsere Muttis glaubten (lange vor der Zeit der „zuckerfreien“ „Leckereien“) es sei gar noch gesund, weil, eben „Frucht“.

Das Campino hat leider einen Nachteil – es ist so alt, dass man kein Bild der Form ergoogeln kann (zumindest ich hab’s nicht geschafft). Und genau das wäre heute so wichtig! Weil, morgen kommt es in einigen deutschen Städten zur „GegossenemLutschbonbonNachempfundenemSmartphone-Launch-Party“ in den Shops eines namhaften Anbieters mobiler Telekommunikation – irgendwas mit zwei Os.

Und da präsentiert man dann das neue Smartphone, auf das die Welt gewartet hat – nein, stopp, nicht die Welt, die gesamte deutsche Palm-Community – nein, stopp, die ganze auch nicht mehr, weil, ganz viele haben ja „Gummistiefel-“ bzw. „Mädchen-“ Phones (und zwei oder drei möglicherweise sogar immer noch WinMob-Geräte) – also ein Teil hat wohl gewartet, und davon sind etwa 30 so euphorisch, dass sie jegliche Kritik an dem, was denn dann ab morgen auf die wartende Welt losgelassen wird, sendungsbewusst in den Boden rammen (ohne zu realisieren, dass, im Gegensatz zu ihnen,  die meisten Kritiker das Gerät bereits in den Händen gehalten haben).

Also, was kommt? Richtig, das Palm Pré. Ein Smartphone. Ein so genannter iPhone-Killer. Für viele. Nicht für mich, weil, als ich damals die Vorstellung des Pré (fast) live verfolgt habe, war für mich eins klar: die Form ist geklaut. Die kenne ich. Die hab’ ich früher schon ausgelutscht. Das Ding sieht aus wie ein Campino-Fruchtbonbon, und dazu ist es schwarz, und die Geschmacksrichtung steht auch nicht drauf. Neee!!!

Ich hab’s bis heute nicht bereut, mir damals 48 Stunden nach der Vorstellung ein iPhone bestellt zu haben …..

Ewig …

… ist’s her, seit ich hier mal versucht habe, eine Struktur in meine Gedanken zu bringen. Brauchte ich in den letzten Monaten nicht mehr zu versuchen, mein Beruf hat das für mich erledigt.

Heute: Ferien! Eigentlich ein Grund zur Freude. Aber, wirklich? Immer noch? Nach dem Wahlergebnis, das die Deutschen sich erwählt haben?

Nee, nicht wirklich! Weil, besser wäre es, wenn ich jetzt wacker weiter werkeln könnte, weil, nach der Wahl lohnt sich ja Arbeit wieder, die Steuerersparnis wird etwa 35 Milliarden betragen (OK, vorher wird dann doch nochmal ein Kassensturz zwischengeschaltet, nur, um festzustellen, dass die Wahlversprechen eben nur Versprecher waren), und wahrscheinlich wird – wie „verprochen“ - dann doch nicht mehr Netto vom Brutto übrigbleiben.

Prima! Deutschland kann mehr! Und, zukünftiger Herr Außenminister, können Sie vielleicht doch DEnglisch?

Jäss, ju kän!